Vergebung

Nach dem letzten Newsletter, in dem ich das Thema „Loslassen und Veränderung“ angesprochen habe, möchte ich heute einen Schritt weitergehen und über die Vergebung schreiben.

Denn diese Qualitäten gehen Hand in Hand miteinander – was wir nicht vergeben, das können wir auch nicht loslassen!

Was für mich absolut wahr ist, ist die Theorie, dass sich unsere Seelen vor dieser Inkarnation dieses Leben ausgesucht hat – inklusive Lernaufgaben, Personen etc. – also auch inklusive unserer Eltern. Hier beginnt unsere Reise – und das Leben mit seinen Lektionen.

Unsere Eltern passen auf uns auf, solange wir nicht selbst auf uns aufpassen können. Kinder sind sehr formbar, sie saugen alles in ihrer Umgebung auf wie ein Schwamm. So gaben uns unsere Eltern in liebevoller Absicht all ihre Lebensweisheiten und Einstellungen, Verhaltensweisen und Projektionen mit auf den Weg. Sie meinten es gut mit uns, sie wollten uns etwas fürs Leben geben!

Alles, was uns dabei nicht gut getan hat, was uns unserer Meinung nach vielleicht sogar geschadet hat, können wir ihnen nun vergeben. Ja wir MÜSSEN es ihnen vergeben, wenn wir verstanden haben, dass sie uns exakt die Chancen und Gelegenheiten gegeben haben, die wir brauchten, um unsere Lektionen lernen zu können und auf der einer tieferen Ebene zu wachsen!

Die meisten von uns laufen mit tiefen Wunden aus ihrer Kindheit durch die Welt, die noch heute, als Erwachsene, die eigene Lebensqualität beeinträchtigen. Dies betrifft jeden Teil des bewussten oder unbewussten Lebens und es bildet die Basis dafür, was wir in unserem Leben heute haben, bzw. wie wir das Leben wahrnehmen.

Wenn wir diese Wunden heilen können, wenn wir die Schmerzen und die Schuldgefühle loslassen können und für uns die positiven Lektionen daraus ziehen können, wenn wir uns BEWUSST sind, was da mit uns passiert ist, dann transformiert sich unsere Wahrnehmung vom Leben in eine liebevollere, vollkommenere und dankbarere Sicht.

Die Schönheit des Lebens liegt für mich tatsächlich darin, zu erkennen, dass unsere ganzen „Probleme“ lediglich Lektionen sind, die sich unsere Seele „ausgesucht“ hat, um zu lernen und zu wachsen. Von unserem ersten Kontakt in der Welt an werden wir mit diesen Lektionen konfrontiert!

Und wenn wir nicht von den Erfahrungen mit unseren Eltern lernen, dann wird dieses „Spiel“ endlos weitergehen; wir werden uns immer wieder unbewusst selbst Situationen kreieren, die uns mit unseren Lektionen konfrontieren.

Wenn wir uns weigern, die tiefen Lektionen des Lebens zu lernen, dann werden wir in der „Außenwelt“ mit diesen Dingen konfrontiert – wir ziehen immer dieselben Situationen, Menschen oder Umstände an.

Und zwar so lange, bis wir bereit sind, es zu lernen, es zu transformieren. Auch wenn es manchmal grausam erscheint: jede Lektion basiert auf LIEBE.

ALLES, was wir in unserem Leben erleben, hat das Potenzial des Wachstums in sich – und somit das Potenzial der bedingungslosen Liebe!

Die tieferen Lektionen lehren uns letztendlich immer bedingungslose Liebe – anderen und uns selbst gegenüber. Indem wir die Fehler der anderen akzeptieren können, können wir uns selbst akzeptieren. Indem wir andere bedingungslos lieben können, können wir uns selbst lieben.

Alles Urteilen über andere ist letztendlich ein Urteilen gegen uns selbst.

Das bedeutet: wenn wir aufhören, über andere zu urteilen, zu schimpfen oder sie zu beschuldigen, dann bewegen wir uns vorwärts, dann sind wieder im Fluss des Lebens und können unser Leben nach ganz neuen Sinnzusammenhängen aufbauen.

Vergebung ist unerlässlich für unseren eigenen Frieden.

Wenn wir nicht vergeben, schaden wir nicht der anderen Person, sondern uns selbst am meisten.

Vergebung hilft uns, unsere Illusionen zu erkennen und zu korrigieren. Vergebung hilft uns dabei, unsere Angst loszulassen. Denn wenn wir nicht vergeben, wenn wir die anderen als „böse“ oder „dumm“ ansehen, dann müssen wir mit der Angst leben, dass Ereignisse ähnlicher Qualität uns jeden Tag begegnen können. Diese Gedankenmuster halten uns gefangen in der Angst. Einfach gesagt:

Vergeben = Loslassen. Wenn wir vergeben, kommen wir einen riesigen Schritt weiter.

Doch wie vergebe ich jemanden, der mir Leid und Schmerz zugefügt hat?

Die Antwort ist ganz einfach: indem wir nicht als Egoisten über unsere Eltern und Beziehungen nachdenken, sondern alle Situationen, Gefühle etc. ganzheitlich zu betrachten und danach handeln.

Wenn wir das Leben und vor allem unsere Vergangenheit mit denselben Augen wie immer betrachten, scheinen manche Menschen einfach nicht liebenswert zu sein. Sie haben es in unseren Augen nicht verdient, dass wir ihnen vergeben. Es scheint, dass man es gar nicht KANN, so sehr man es auch versucht.

Doch das erscheint uns nur deshalb so, weil wir eine unvollkommene, einseitige Sichtweise eingenommen haben. Wir sehen unsere Umwelt durch unseren eigenen „Wahrnehmungsfilter“.
Mit dieser Sichtweise ist es tatsächlich schwierig, ja unmöglich, diese Menschen zu lieben.

Doch indem wir eine ganzheitlichere Sichtweise AKZEPTIEREN und den Menschen, die uns Leid zugefügt haben, VERGEBEN, können wir LIEBE und FRIEDEN in unserem Leben haben. Nicht andersherum!

Dann haben wir eine neue Sichtweise, und mit dieser Sichtweise wird es auf einmal viel einfacher zu LIEBEN!

Und gleichzeitig erfahren wir unseren inneren Frieden.

Wie schon der berühmte Sufi-Dichter RUMI sagte:

„Nur durch Dein Herz kannst Du den Himmel erreichen.“

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